Sven A. Korf - Ingenieur & Industrieberater

"Wir ordnen und befehlen hiermit allen Ernstes, dass die Advocati wollene schwarze Mäntel, welche bis unter das Knie gehen, unserer Verordnung gemäß zu tragen haben, damit man die Spitzbuben schon von weitem erkennt."

Diese Anweisung erteilte Soldatenkönig Friedrich Wilhelm I. im Jahr 1726, um stets zu wissen, mit wem er es zu tun hat.


"Die Jurisprudenz fängt an, mir sehr zu gefallen. So ist's doch mit allem, wie mit dem Merseburger Biere; das erste Mal schaudert man, und hat man's eine Woche getrunken, so kann man's nicht mehr lassen."

Das schrieb Dichterfürst Johann Wolfgang von Goethe 1770 aus Straßburg an das Fräulein von Klettenberg. Goethe haderte zunächst mit dem Studium der Rechte, in das ihn sein Vater gedrängt hatte. Er arrangierte sich jedoch zwischenzeitlich und schwärmte 1771 in seiner Disputation sogar: "Das Studium der Rechtswissenschaft ist das herrlichste."


"Gesetze sind wie Würste, man sollte besser nicht dabei sein, wenn sie gemacht werden."

Mit diesem Bonmot wird häufig Otto von Bismarck, eiserner Kanzler und studierter Jurist, zitiert.


"Der königliche Landgerichtsrat Alois Eschenberger war ein guter Jurist und auch sonst von mäßigem Verstande."

Der erste Satz der Erzählung "Der Vertrag" des Dichters Ludwig Thoma wurde, wenn auch oft verkürzt wiedergegeben, regelrecht zum Kulturgut.


"Die beste Entschuldigung für Prostituierte ist, dass Frau Justitia eine der Ihren ist."

So zürnte einst Alfred Nobel; der Chemiker und Erfinder gehörte zweifellos zu den größten Juristenhassern.


"Sollte ich einmal einen Sohn haben, soll er etwas Prosaisches werden: Jurist oder Seeräuber."

Der britische Dichter Lord Byron hatte durchaus konkrete Vorstellungen für die Berufswahl seiner Nachkommen.


"Die Phantasie trainiert man am besten durch juristische Studien. Nie hat ein Dichter die Natur so frei ausgelegt wie ein Jurist die Wirklichkeit."

Der französische Dramatiker Jean Giraudoux in einem Theaterstück - zum Handwerkszeug eines guten Juristen gehören seine Auslegungsmethoden.


"Der Rechtsanwalt ist hochverehrlich, obwohl die Kosten oft beschwerlich."

Mit diesem Spruch, der von Wilhelm Busch stammen soll, will mancher Anwalt will Mandanten auf der Kanzleihomepage beeindrucken.


"Die zehn Gebote sind deswegen so kurz und logisch, weil sie ohne Mitwirkung von Juristen zustande gekommen sind."

Dieses Bonmot des früheren französischen Staatsmannes Charles de Gaulle wird ebenfalls immer wieder gern zitiert.